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DIE THEATERGEMEINDE WÜNSCHT IHNEN EIN FROHES NEUES JAHR!!!

 

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HAMLET ZIEHT UM...

und zwar von Dresden nach Düsseldorf. Nach über 100 umjubelten Vorstellungen am Staatsschauspiel Dresden kommt die Inszenierung nun an den Rhein. Wir freuen uns drauf!!!
 

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DER SANDMANN

»Der Sandmann« ausgezeichnet mit dem Publikumspreis des China Shanghai International Arts Festival. >> weitere Infos
 

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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 

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WOODS OF BIRNAM

Die Band um Christian Friedel, die im D´haus in 1984 ein breites Publikum begeistert, bringt im Oktober ihr neues Album mit dem Titel "Grace" heraus.
 
 
 


Das Versprechen


Friedrich Dürrenmatt | Schauspiel | Central Große Bühne

DAS VERSPRECHEN
von Friedrich Dürrenmatt (1921 – 199o)
Fassung für das Düsseldorfer Schauspielhaus von Tilmann Köhler und Felicitas Zürcher
Eine ganze Generation sah einst den Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann als Polizeikommissar Matthäi und Gert Fröbe als Serien-Kindsmörder Schrott. Friedrich Dürrenmatt lieferte damals das Treatment für das Drehbuch zu einem Film, der vor allem warnen und aufklären wollte. Er wurde 1958 auf der 8. Berlinale gezeigt und anschließend zu einem grandiosen Erfolg. Im gleichen Jahr schrieb Dürrenmatt auf der Grundlage des Filmskripts den Roman DAS VERSPRECHEN, in dem er zwar vieles aus der Filmhandlung übernahm, jedoch einen grundsätzlich anderen Blick auf die Arbeit der Polizei und auf die üblichen Ermittlungsabläufe in den gängigen Kriminalromanen warf. Er gab dem Roman den Untertitel: Requiem auf den Kriminalroman. Das bedeutet, dass sich der Autor in seinem Roman über die Regeln des herkömmlichen Kriminalromans hinwegsetzt und diesen entschlackt von „Schwindel“ und „Märchen“ und erst recht von der „staatserhaltenden Lüge“, dass Verbrechen sich nicht lohne. Während sich der Kommissar im Film trotz grenzwertiger Ermittlungsmethoden noch an die üblichen Krimi-Regeln hält und zielsicher zum erwarteten Erfolg gelangt, setzt Dürrenmatt sich im Roman über diese Folgerichtigkeit hinweg und lässt den Zufall mitspielen. Die Tatsache, dass der Zufall und nicht seine Methode zum Erfolg führen, lässt den alternden Kommissar depressiv werden, „verblöden“ heißt es im Text. Denn das Versprechen, das er der Mutter des toten Kindes einst „bei seiner Seligkeit“ gab, lautete, den Mörder zu fassen.
Diesen Ansatz übernimmt auch die Bühnenadaption, die der Regisseur Tilmann Köhler in Düsseldorf auf die Bühne bringt. Gleich im Prolog erfahren wir, dass es „Schwindel“, „Lüge“ und „Fiktion“ sei, die Menschen glauben zu machen, allem Geschehen läge Logik oder Kausalität zugrunde. Nicht Recht und Ordnung, sondern der Zufall und das „Berufsglück“ bestimmten die Wirklichkeit und damit auch den Erfolg polizeilicher Ermittlungen – im Leben wie im Roman. Wie die Geschichte unter diesen Voraussetzungen verläuft oder gar ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten. Schließlich ist es – trotz aller Theorie - ein echter Krimi.
Die Rolle der Kinder übernimmt die Puppenspielerin Johanna Kolberg mit eigens für die Aufführung geschaffenen Puppen.

Regie: Tilmann Köhler, Dramaturgie: Frederik Tidén und Felicitas Zürcher
Mit: Florian Lange (Komissar Matthäi), Kilian Land, Sebastian Tessenow, Thomas Wittmann, Minna Wundrrich

Premiere: 13. April 2017 - Central – Große Bühne

Text: Christa Fluck

Pressestimmen:
Westdeutsche Zeitung
Florian Sawatzki, 15.4.2017
Die zweistündige Inszenierung ist betont düster gehalten, kommt aber nie übertrieben morbide oder effekthascherisch daher. Der Fokus liegt auf Kommissar Matthäi, dessen immer größer werdende Verzweiflung eindrucksvoll von Schauspieler Florian Lange rübergebracht wird.

nachtkritik.de
Martin Krumbholz, 13.4.2017
Raffiniertes Bühnenbild. Florian Lange spielt den Kommissar als eine massige, schwermütige, fast düstere Erscheinung, trotzig, aber nicht rebellisch oder gar fanatisch.

Das Versprechen

Matthias Horn



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