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SCHLOSSFRÜHLING

Kleiner Tipp: Geniessen Sie den Schlossfrühling am 21. u. 22.4. auf Schloss Dyck. Die Art:card für den Eintritt bekommen Sie bei uns.
 

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SCHULZ BLEIBT BIS 2026

Der Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz bleibt für fünf weitere Jahre im Amt. Dies gilt auch für Claudia Schmitz, die Kaufmännische Direktorin.
 

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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 
 
 


Die Mitwisser


Philipp Löhle | Schauspiel | Central Kleine Bühne

DIE MITWISSER
von Philipp Löhle

Uraufführung

„Eine Idiotie von Philipp Löhle für das Düsseldorfer Schauspielhaus“ betitelt der Autor ironisch sein Auftrags-Stück und gibt auch gleich an, wo und wann es spielt:
Orte: Davor und Dahinter
Zeit: Dieses Stück Science Fiktion spielt in der Vergangenheit.
Dann folgt eine kurze Vorrede, in der die Zuschauer begrüßt und aufgefordert werden, ihre Mobiltelefone nicht auszuschalten, damit die „Daten über das Zuschauerverhalten“ erfasst werden können. Das macht klar: was folgt, betrifft uns alle.
Das Spiel beginnt in der Wohnung des Ehepaares Theo und Anna Glass. Er, 29 Jahre alt und erfolgreicher Enzyklopädist beim Internationalen Institut des allgemeinen Wissens, hat sich soeben einen nahezu „allwissenden“ Gehilfen zugelegt, den „Herrn Kwant“. Doch bevor der seine Dienste bereitstellt, verlangt er die Unterschrift unter einen Vertrag, der so kompliziert ist, dass der gutgläubige Theo ihn ungelesen unterschreibt. Völlig naiv, in dümmlicher Begeisterung, dass jetzt „alles anders“, ja besser werde, liefert er sich damit dem neuen Begleiter kritiklos aus. Anna hingegen begegnet diesem „Wildfremden“, der ihren Mann mit Beschlag belegt, zunächst mit Skepsis und Ablehnung. Ihr ist es unheimlich, wie „Herr Kwant“ immer eigenmächtiger in ihr Leben eingreift, sein Tun sich mehr und mehr verselbständigt, er ihre Gedanken zu lesen und ihre Entscheidungen zu bestimmen beginnt. Als auch Theo langsam bemerkt, dass durch das Eingreifen des vermeintlichen „Freundes“ sich nicht nur „die Praktikabilität exorbitant erhöht“, sondern er selbst allmählich überflüssig wird, beginnt er, sich zu wehren, um wenigstens sein Gehirn zu retten. „Ich bin doch gar nicht mehr ich“, lamentiert er, doch da ist es zu spät: Der Job, die Frau, die Wohnung, alles ist weg.
Im 2. Teil der absurden Farce wimmelt es dann nur so von „Herrn Kwants“: Jeder hat seinen eigenen Kwant und die haben die Macht längst übernommen, ein perfektes Überwachungsnetz aufgebaut, gegen das Theo Glass, der zum „Pfeifenbläser“ - auf Neudeutsch Whistleblower - wird, nicht ankommt. Interessant nur, dass diese urban vernetzten, digitalen Alleswisser in ihrer kwantifizierten Big-Data-Welt einen Begriff nicht kennen: den Freien Willen. Sollte sich da eine Chance auftun?
Die Regisseurin Bernadette Sonnenbichler lässt Philipp Löhles Idiotie zwischen zeitkritischer Komödie und clownesker Farce, zwischen gruseliger Absurdität und naiver Humoreske oszillieren.

Mit: Tanja Schleiff (Anna), Sebastian Tessenow (Theo), Florian Lange (Herr Kwant) u.a.
Musik: Tobias Vethake, Video: Stefano di Buduo
Premiere: 28.April 2018 – CENTRAL - Kleine Bühne

Text: Christa Fluck

Termine

23. Juni 2019