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Peter Grimes


Benjamin Britten | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Benjamin Britten
Die Oper beginnt mit einer energischen Anrufung: Dreimal wird Peter Grimes von dem Bürgermeister Swallow streng aufgefordert, sich vor der versammelten Gemeinde des kleinen englischen Küstenortes Borough gegen die Anschuldigung, seinen Lehrjungen fahrlässig getötet zu haben, zu verteidigen. Der raubeinige Fischer Grimes ist nicht beliebt bei den biederen Kleinstädtern, doch die Beweise reichen nicht aus, ihn zu verurteilen. Stattdessen wächst unverhohlenes Misstrauen, dem nur die Lehrerin Ellen und der alte Kapitän Balstrode entgegentreten. Sie glauben an Grimes' Unschuld und wollen ihm helfen. Da entsteht ein weiterer schlimmer Verdacht. Der neue Lehrjunge, den Ellen als Gehilfen für Grimes aus dem Armenhaus geholt hat, trägt Merkmale von Misshandlungen. Gerüchte verbreiten sich, der Junge sei in Gefahr. Als die Männer des Ortes sich aufmachen, Grimes' häusliche Verhältnisse zu überprüfen, schickt der Fischer seinen Lehrjungen auf die Klippen hinaus, wo er tödlich abstürzt. War es ein Unfall, oder hat Peter Grimes den Lehrjungen bewusst in den Tod getrieben? Balstrode rät Grimes, sich selbst zu richten, um der drohenden Lynchjustiz zu entgehen.
Benjamn Brittens erste Oper "Peter Grimes" war ein Sensationserfolg, womit die englische Musik 1945 schlagartig wieder zu der Geltung gelangte, die ihr nach dem Tod Henry Purcells für zweieinhalb Jahrhunderte abhanden gekommen war. Man feierte Britten als den neuen Orpheus Britannicus. Dieser Ruf begleitete den Komponisten bis zu seinem Tod im Dezember 1976. Trotz dieses Ansehens empfand sich Britten zeitlebens als gesellschaftlicher Außenseiter. Als Kriegsdienstverweigerer und bekennender Pazifist hatte er 1939 Europa verlassen. 1942 war er mit seinem Freund, dem Tenor Peter Pears, nach Großbritannien zurückgekehrt, wo man ihn ob dieser Bindung noch lange Zeit gesellschaftlich anfeindete. Britten blieb ein Nonkonformist und widmete seine Werke immer wieder Randexistenzen und Außenseitern. In "Peter Grimes" beschreibt er, wie durch sie individuelle und soziale Ängste geschürt werden und die Toleranzbereitschaft einer Gesellschaft auf die Probe gestellt wird. Die Menschen von Borough fürchten sich vor der großen Sturmflut ebenso wie vor Peter Grimes, dessen Unberechenbarkeit und Starrsinn ihre bigotte Selbstgenügsamkeit stört. Deshalb muss er abgewehrt und eliminiert werden. Warum Grimes vor dieser kollektiven Attacke kapituliert, bleibt rätselhaft. Klar erkennbar wird dagegen die Ambivalenz von Schuld und Unschuld als gewichtiger Grund, um an Einbildungskraft und Mitgefühl zu appellieren.
Das Team um den 2006 mit dem Kunstpreis NRW ausgezeichneten und inzwischen viel gefragten Regisseur Immo Karaman hat sich in diesem Jahr gleich zwei Mal für eine Oper von Benjamin Britten zusammengefunden. Nach "Death in Venice" am Münhner Theater am Gärtnerplatz wird ihre Inszenierung von "Peter Grimes" an der Deutschen Oper am Rhein eine Werkreihe des englischen Komponisten eröffnen.
Axel Kober Musikalische Leitung
Immo Karaman Inszenierung

Peter Grimes

Hans Joerg Michel



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29. Juni 2018

05. Juli 2018

10. Juli 2018