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Salome


Richrad Strauß | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Richard Strauss (1864-1949)

Während im Haus des Herodes eine ausschweifende Party stattfindet, bewacht Narraboth den Propheten Jochanaan, der wegen seiner Schmähreden auf das Lasterleben der Herodias im Kerker sitzt. Salome, die Tochter der Herodias, ist angeekelt von den lüsternen Blicken ihres Stiefvaters und dem leeren Geschwätz der Gäste. Trotz des strikten Verbots kann sie Narraboth überreden, den Propheten vorzuführen. Zutiefst gebannt von der fremdartigen Erscheinung möchte sie Jochanaan küssen, doch dieser verflucht sie. Herodes wird von allen Seiten bedrängt: Die Juden fordern die Auslieferung des Propheten, für die Nazarener ist er ein Heiliger, Herodias verlangt, dass er zum Schweigen gebracht werde. Herodes bittet Salome, für ihn zu tanzen. Als Gegengabe schwört er, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Salome fordert den Kopf des Jochanaan. Herodes versucht, sie umzustimmen - vergeblich. Salome verliert sich im Spiel mit dem abgeschlagenen Haupt. Als sie schließlich die toten Lippen küsst, befiehlt Herodes, sie zu töten.
Als Richard Strauss 1902 Max Reinhardts Berliner Inszenierung von Oscar Wildes Schauspiel "Salome", dessen Uraufführung in London von der Zensur verboten worden war, sah, war er sogleich Feuer und Flamme. "Das Stück schreit nach Musik", erklärte er enthusiastisch und machte sich an eine Vertonung, die ihresgleichen sucht: Nie zuvor ist das Flirrende und Dunstige einer schwülen Tropennacht so suggestiv in Töne eingefangen worden, nie zuvor gab es eine Musik von derart überwältigender Sinnlichkeit wie in Salomes glutvoll sich verzehrendem Schlussgesang.
Heute spielt "Salome" längst nicht mehr die Rolle des Skandal-Schockers. Doch die Zeit ging nicht über sie hinweg, sondern deckte vielmehr immer neue Facetten auf. Vom männerverzehrenden Vamp über das verwöhnte Luxuskätzchen bis hin zur frühchristlichen Märtyrerin - die Rollenbilder Salomes sind vielgestaltig: eine junge Frau auf der Flucht in ein irgendwie geartetes Anderssein. Ihre Tragik steigert sich durch die Unbedingtheit und Maßlosigkeit, mit der sie aus dem Leben, in dem sie gefangen ist, auszubrechen versucht. Sie reißt eine Welt auf, die durch Herodes` Befehl "Man töte dieses Weib" auch nicht mehr in ihren Fugen gehalten werden kann.
Die 1976 in Berlin geborene Tatjana Gürbaca gehört zu den vielversprechendsten Regisseurinnen ihrer Generation. Ausgebildet an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler", waren ihre Arbeiten in den letzten Jahren an vielen großen Häusern zu sehen, darunter die Staatsoper und Deutsche Oper Berlin, die Wiener Volksoper und die Oper Leipzig. Im Team mit dem für seine unter die Haut gehenden Bildwelten bekannten Bühnenbildner Klaus Grünberg und der Kostümbildnerin Silke Willrett sorgte sie zuletzt mit ihrer Inszenierung von Tschaikowskys "Mazeppa" an der Vlaamse Opera Antwerpen für internationales Aufsehen.

Michael Boder musikalische Leitung
Tatjana Gürbaca Inszenierung

Salome

Hans Jörg Michael



Termine

06. März 2020

08. März 2020

12. März 2020

05. April 2020

02. Mai 2020