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Ballett b. 32


| Ballett/Tanz | Opernhaus Düsseldorf

Petite Messe Solennelle (Uraufführung) (Martin Schläpfer)
„Das Werk ist voller Gefahren, aber auch von einer solchen Schönheit, dass es einen einfach mitnimmt“, verriet Martin Schläpfer während der Arbeit an seiner neuesten abendfüllenden Choreographie für sein 45-köpfiges Ballett am Rhein. „Es ist geistliche Hausmusik, zu der man beten und gläubig sein, aber auch Kuchen, Brot oder wohlriechende Würste essen, flirten und sich unterhalten darf. Das zutiefst Menschliche, Fehlerbehaftete, leicht Geschwätzige interessiert mich, aber auch die Italianità, das Südliche, Sinnliche, die Lebensfreude, die Hitze, die Komödie.“ Viele Details aus Rossinis Leben – seine bewusste Entscheidung, sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms 1829 von der Opernbühne zurückzuziehen, um fortan in seiner Wahlheimat Paris einer anderen Kunst, der des Kochens, zu huldigen, seine Lebensfreude, sein Genießertum und die Fähigkeit, die samstäglichen Festmahle in seiner Villa in Passy oder seiner großzügigen Stadtwohnung in der Chaussee d’Antin zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen im Paris Napoleons III. zu machen, aber auch seine zahlreichen Depressionen und Krankheiten – liefern Martin Schläpfer ein fruchtbares Feld an Assoziationen, ohne daraus ein konkretes Stück über den Komponisten Rossini zu machen: „Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte.“

Ballett b 32

Gert Weigelt



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