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Caligula


Albert Camus | Schauspiel | Central Große Bühne

Caligula
von Albert Camus (1913 – 1960)

Camus: „Caligula entstand 1938, nachdem ich die ‚Zwölf Caesaren‘ von Sueton gelesen hatte. Ich wollte das Stück in dem kleinen, von mir gegründeten Theater in Algier aufführen lassen und hegte ganz schlicht die Absicht, selber die Rolle des Caligula zu übernehmen“. Der Krieg verhinderte das und so kam das Stück erst 1945 in Paris zur Uraufführung. Schon 1947 brachten Stuttgart und Wuppertal dann die ersten deutschsprachigen Aufführungen, obwohl der Text erst 1959 auf Deutsch verlegt wurde. Dieser Ausgabe stellte Camus ein interessantes Vorwort voran, in dem er betont, dass es sich nicht um ein „philosophisches Stück“ handle, vielmehr um „eine Tragödie der Erkenntnis“, der Erkenntnis durch Selbsterkenntnis. Die einzige philosophische Feststellung sieht er in dem Satz des Caligula: „Die Menschen sterben und sind nicht glücklich“. Das allerdings sei eine „der ganzen Menschheit vertraute Binsenweisheit“. Und dennoch nimmt sie der Autor zum Ausgangspunkt des Dramas: der junge, allseits beliebte und gerechte römische Kaiser Caligula (Gaius Caesar Augustus Germanicus) ist nach dem Tod seiner inzestuös geliebten Schwester Drusilla tagelang verschwunden und kehrt als völlig Verwandelter mit der bitteren Erkenntnis zurück, dass diese Welt , so wie sie gemacht ist, nicht zu ertragen sei. Hier setzt das Stück ein. Völlig verstört und besessen vom Verlangen nach dem Unmöglichen, nach der Entgrenzung menschlicher Möglichkeiten, verlangt Caligula von seinen Gefährten, ihm den Mond vom Himmel zu holen. Wie in einem Experiment beschließt er, alle Werte umzukehren, die Grenzen menschlichen Erduldens mit raffinierter Intellektualität auszuloten. In absurden Allmachtsfantasien und zerstörerischer Wut plant er die Welt um sich herum zu entvölkern und seine Macht und Freiheit gegen alles, gegen Götter wie Menschen, zu missbrauchen. Doch am Ende der Verheerung steht die für ihn finale Erkenntnis, dass es nicht möglich ist, alles zu vernichten, ohne sich selbst zu zerstören. Camus nennt sein Drama „die Geschichte eines Selbstmords auf höherer Ebene und zugleich die Geschichte des menschlichsten und tragischsten aller Irrtümer“. In logischer Konsequenz seines Nihilismus geht Caligula willig in den Tod. Er, das Opfer, nicht der Held des Absurden, brüllt noch im Sterben in die Weltgeschichte: „Ich lebe noch!“ Diese Drohung, wie auch das werteverkehrende „NICHTS“, das sich leitmotivisch durch den Text zieht, werden die Hybris des Caligula und seine Zeit überdauern. Bis heute.
Der renommierte Regisseur Sebastian Baumgarten geht das Stück sowohl mit Humor als auch mit hohem politischem Bewusstsein an. So bietet die Düsseldorfer Inszenierung die ganze Breite – vom Slapstick bis zur Reflexion.
In der Titelrolle glänzt einmal mehr der grandiose André Kaczmarczyk, der im letzten Jahr mit dem Publikumspreis „Gustaf“ ausgezeichnet wurde.

Premiere: 17. März 2018 – Central, Große Bühne

Text: Christa Fluck


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