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Schwejk


| Schauspiel | Central Große Bühne

Schwejk
nach Jaroslav Hasek – in einer Bearbeitung von Peter Jordan

„Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk während des ersten Weltkrieges“ lautet der Originaltitel des satirischen Schelmenromans des tschechischen Schriftstellers Jaroslav Hasek. Es ist sein einziger Roman, doch er machte ihn weltberühmt. Hasek begann 1921 mit der Geschichte, die er anfangs vorwiegend in Wirtshäusern schrieb und den Gästen gleich im Entwurf vorlas. Er veröffentlichte sie fortlaufend in kleinen Heftchen, die er mit einem Freund im Eigenverlag herausgab und die schnell zu Bestsellern wurden. Viele Figuren, Ereignisse und Anekdoten entstammen den Kriegserlebnissen des Autors und sind bis in die Einzelheiten authentisch oder gar autobiografisch. Als Hasek 1923 mit nicht einmal vierzig Jahren starb, blieb sein inzwischen vierbändiges Opus unvollendet. Es fand mittlerweile verschiedene Fortsetzungen und Bearbeitungen für Film und Bühne, so die wohl berühmteste von Bert Brecht „Schweyk im zweiten Weltkrieg“. Für die Älteren unter uns zweifellos auch noch in guter Erinnerung die Fernsehserie zu Beginn der siebziger Jahre mit dem österreichischem Schauspieler Fritz Muliar als Schwejk.

Für Düsseldorf haben sich nun die beiden Theaterleute Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die schon mit „In 80 Tagen um die Welt“ und „The Queen’s Men“ im Theaterzelt große Erfolge feierten, des verschmitzten Hundefängers Schwejk angenommen, der sich mit List, Witz und Chuzpe durch das Kriegsgeschehen mogelt. Dabei verbindet er echte mit gespielter Begriffsstutzigkeit sowie Phlegma und Ergebenheit des braven kleinen Mannes mit Schläue und Zynismus. So gelingt es ihm mit geheuchelter Unterwürfigkeit, die Militärmaschinerie lächerlich zu machen.
Peter Jordan schafft mit seinem „ Düsseldorfer Schwejk“ auf der Grundlage des Hasek’schen Roman-Stoffes - mit vielen Motiven und Geschichten aus dem Original – ein ganz eigenes Bühnenstück. Dabei lässt er den geheimen Widerständler auf allerlei literarische und historische Kriegshelden, -treiber und -verlierer treffen und in Schwejk’scher Verschmitztheit die Unsinnigkeiten ihrer Aktionen persiflieren. Peter Jordan gibt selbst den Titelhelden, der – gelegentlich in bis zur Clownerie verfremdeten Posen - den unterschiedlichsten fiktiven wie auch realen Figuren begegnet. Dabei greift er zurück auf mythische und antike Figuren wie den griechischen Kriegsgott Ares und den ägyptischen Pharao Xerxes, aber auch Thomas Manns komischer Kriegsverweigerer Felix Krull und das wahrhaft Böse in Gestalt von Adolf Hitler sind dabei. Und wie im Original hören wir Peter Jordans Schwejk „böhmakeln“.

Regie: Leonhard Koppelmann - Dramaturgie: Felicitas Zürcher

Mit: Peter Jordan (Schwejk), Tabea Bettin, Kilian Land, Jan Maak, Hanna Werth, Minna Wündrich

Premiere: 25. Januar 2019 im CENTRAL - Große Bühne

Text: Christa Fluck

Termine

29. Juni 2019

10. Juli 2019