Kulturnews

WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Am Sonntag , den 8.12.2019 um 15.00 Uhr. "Weihnachtsgeschichten und winterliche Gedichte zur Einstimmung in die Adventzeit".
 

Kulturnews

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN

Ab September haben wir Mo-Do von 9:30-15:30 Uhr und Fr von 9:30-12.30 Uhr die Geschäftsstelle für Sie geöffnet. Besuchen Sie uns doch einmal!
 

Kulturnews

NIEDERRHEIN MUSIKFESTIVAL

Auch in diesem Jahr bieten wir Veranstaltungen des Niederrhein Musikfestivald an. >> weitere Infos
 
 
 


Fanny und Alexander


| Schauspiel | Grosses Haus

Nach dem gleichnamigen Film von Ingmar Bergmann (1918 – 2007)

Vielen gilt Ingmar Bergmann eher als Film-, denn als Theaterregisseur. Vor allem den Älteren unter uns sind seine großen Filme wie Wilde Erdbeeren, Das Schweigen, Szenen einer Ehe und viele mehr noch in guter Erinnerung. Und dennoch verstand sich der schwedische Großmeister eher dem Theater als dem Kino verbunden und so kann man seinen letzten bedeutsamen Kinofilm aus dem Jahr 1982 Fanny und Alexander zum einen als Rückblick auf seine eigene Kindheit und künstlerische Arbeit verstehen, zum anderen aber auch als große Hommage an das Theater.
Das Werk spielt zum erheblichen Teil in der Welt des Theaters, es erzählt die Geschichte zweier Theaterkinder, deren Vater Oskar Ekdahl ein eigenes Theater führt, an dem auch seine Frau Emilie als Schauspielerin auftritt. Ein großbürgerliches Familienleben zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und das freie Theatermilieu bestimmen das Leben von Fanny und Alexander bis zum plötzlichen Tod des Vaters. Die Mutter findet Trost bei dem gestrengen Bischof Vergérus, den sie schließlich heiratet und sich und ihre Kinder damit einem asketisch lebensfeindlichen Regiment ausliefert. Körperliche Züchtigungen und angstvolle Träume verdüstern das Leben der Kinder bis zu ihrer Befreiung und Rückkehr in die Geborgenheit der Familie Ekdahl.
Ingmar Bergmann verarbeitete darin zweifellos Erinnerungen an glückliche wie auch angstvolle, düstere Elemente seiner eigenen Kindheit im konfliktgeladenen, oft grausamen elterlichen Pfarrhaus. Das Moment der Angst und Panik, das das künstlerische Werk des schwedischen Großmeisters durchzieht, brachte ihm in seiner Heimat nicht von ungefähr den Beinamen „Dämonenregisseur“ ein, worauf er humorvoll mit einem kleinen Teufelchen hinter seiner Unterschrift reagierte.
Bergmann blickt in diesem Spätwerk gleichsam mit den Augen der achtjährigen Fanny und des zehnjährigen Alexander auf sein Leben und Werk zurück und spielt darin auf viele seiner künstlerischen Leitmotive an, nicht zuletzt auf die immer wieder gestellte Sinnfrage. Er selbst nannte es ein „Wandgemälde“, in dem sich Fantasien und Träume, Ängste und Dämonen am Ende – zumindest im Theater – doch noch in Glück verwandeln können.
(1997 wurde Bergmann in Cannes mit der Palme aller Palmen als Bester Filmregisseur aller Zeiten ausgezeichnet.)

Im Düsseldorfer Schauspielhaus holt der renommierte, vielfach preisgekrönte Theaterregisseur Stephan Kimmig diese Liebeserklärung ans Theater jetzt auf die Theaterbühne.

Mit: Johanna Kolberg, geb. 1995 (Fanny u.a.), Lea Ruckpaul, geb. 1987 (Alexander), Minna Wündrich (Emilie), Thomas Wittmann (Oskar), Karin Pfammatter (Großmutter), Jojo Rösler, Andreas Grothgar, Cathleen Baumann, Claudie Hübbecker, Thiemo Schwarz, Tabea Bettin, Christian Erdmann und last but not least: Wolfgang Reinbacher als Filip Landahl, 73 Jahre, Antiquar und Schauspieler

Text: Christa Fluck


Termine

24. Oktober 2019

29. November 2019