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Leben des Galilei


Bertold Brecht mit Musik von Hanns Eisler | Schauspiel | Grosses Haus

Das epische Schauspiel in fünfzehn Bildern schrieb Brecht 1938/39 im dänischen Exil. Er war 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen und erreichte über Prag, Wien, Zürich, Paris das Städtchen Skovbostrand, wo er bis 1939 Exil fand. Hier widmete er sich intensiv einer Thematik, die ihn schon lange umtrieb, nämlich der Verantwortung von Forschung und Wissenschaft, zweifellos Fragen, die bis heute nichts an Brisanz verloren haben.Das Stück spielt zwischen 1609 und 1642, zunächst in Padua, dann in Florenz und Rom. Es geht um den Konflikt zwischen wissenschaftlicher Wahrheit und ideologisch behauptetem Wahrheitsanspruch. Im Zentrum steht die Lehre des Physikers Galileo Galilei, die besagt, dass die Erde nicht der Mittelpunkt der Welt sei, dass sie vielmehr ein Planet unter vielen anderen ist, die die Sonne umkreisen. Galilei behauptet, dieses heliozentrische Weltbild, das Kopernikus schon 200 Jahre zuvor entdeckte, jetzt durch einen Blick durch sein Fernrohr mit eigenen Augen sehen und experimentell beweisen zu
können. Doch die Mächtigen der Kirche sehen ihr Welt- und Himmelsbild in Gefahr und drohen mit Folter und Inquisition. Galilei kriecht zu Kreuze: „Ich schwöre ab, was ich gelehrt habe, dass die Sonne das Zentrum der Welt ist.“ Doch heimlich arbeitet er weiter an seinen „Discorsi“, die
schließlich sein Schüler Andrea ins freie Holland schmuggelt.Im vorletzten Bild bekennt Galilei resignierend: „Einige Jahre war ich eben so stark wie die Obrigkeit. Und ich überlieferte mein Wissen den Machthabern, es zu gebrauchen, es nicht zu gebrauchen, es zu missbrauchen, ganz wie es ihren Zwecken diente. Ich habe meinen Beruf verraten.“Es geht um den Machtanspruch des gängigen Herrschaftsdenkens gegenüber der empirischen Wahrheit der Wissenschaft. Darüber hinaus auch um die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für Politik und Gesellschaft. Dazu Brecht: „Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“In einer späteren Fassung des Stückes (1945 in Los Angeles) stellte Brecht den Aspekt der politischen Verwertbarkeit und Verantwortung der Wissenschaft stärker in den Mittelpunkt und arbeitete den Atombombenabwurf von Hiroshima und Nagasaki in das Stück ein.Wie damals sieht sich auch heute die Wissenschaft vielfach vor dem Dilemma, dass Machbarkeit, Ethik und Verantwortung nicht vereinbar sind.Die Titelrolle spielt der großartige Burghart Klaußner, den wir in Düsseldorf bereits als Shylock im „Kaufmann von Venedig“ und in „Heisenberg“ sahen. Er spielt übrigens auch im Dokumentarfilm „BRECHT“ (2019) den älteren Bert Brech

Termine

16. April 2020

03. Mai 2020

09. Mai 2020

05. Juni 2020

25. Juni 2020