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Der Rosenkavalier


Richard Strauss | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Der Rosenkavalier
Richard Strauss (1864-1949)
Erster Akt:
Nur die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg und ihr junger Liebhaber Octavian, genannt Quinquin, wissen um das Geheimnis der vergangenen Nacht. Halb verspielt, halb ernst dämpft die Marschallin den Übermut und Eifersucht ihres jungen Freundes. Da klingt Lärm ins Schlafzimmer. Sollte der Feldmarschall zurück sein? Schnell versteckt sich Octavian, doch es ist nur der Vetter der Marschallin, Baron Ochs auf Lerchenau. Octavian hat sich in der Eile als Zofe Mariandl verkleidet und narrt den zudringlichen Galan. Zwischendurch trägt dieser seine Pläne vor: Er möchte die Heirat mit der jungen Sophie, der Tochter des neugeadelten Herrn von Faninal, seinen Schulden entkommen; die Marschallin möge ihm einen Kavalier vermitteln, der dem Brauche entsprechend als Rosenkavalier der Braut eine silberne Rose überreichen soll. Erheitert schlägt sie ihm den Grafen Octavian vor. Der Eintritt der Dienerin gibt "Mariandl" endlich die Möglichkeit zu entkommen. Die Dienerin hat die im Vorzimmer Wartenden zum Lever der Fürstin eingelassen. Als alle gegangen sind, verfällt die Marschallin in eine Melancholie über das Älter werden, die auch der zurückkehrende Octavian nicht verscheuchen kann.
Zweiter Akt:
Aufgeregt empfängt Sophie die silberne Rose aus den Händen Octavians. Die beiden geraten in heiteres Geplauder, wobei sich zarte Sympathie anspinnt. Im grellen Kontrast dazu der Auftritt und die Zudringlichkeit des derben Bräutigams Ochs von Lerchenau mit seinem verwahrlosten Gefolge. Kein Wunder, dass ihn Sophie ablehnt und Octavian um Hilfe bittet, was schließlich zur Verwunderung des Barons führt, der sich aber bald mit einem Glas Wein und einem Brief vom "Mariandl" tröstet, die ihm ein Stelldichein zugesteht. Zu den Klängen eines schwungvollen Walzers träumt er von künftigen Eroberungen: "Mit mir, mit mir keine Nacht dir zu lang".
Dritter Akt:
Überwiegend von Walzermelodien getragen, bringt der erste Teil der Höhepunkt der opera buffa: Die Generalprobe der von Octavian geplanten "Makerad"; das übermütige Spiel Octavians als "Mariandl" mit dem zudringlichen Baron; dessen Bedrängnis durch den herbeigerufenen Polizeikommissar; das Erscheinen Sophies und der Marschallin mit der Entwirrung des Komplotts und dem Abgang des blamierten Schürzenjägers. Die Marschallin, Sophie und Octavian sind allein. An der Verlegenheit der jungen Leute ermisst die Fürstin die Lage, und klärt die Wirrnis der Herzen durch den eigenen Verzicht. Beseligt sinken sich Sophie und Octavian in die Arme. Bald gehen die Marschallin und Faninal, den Liebenden freundlich zunickend. Als diese sich ihnen anschließen, entfällt Sophie das Taschentuch. Der Auftritt des kleinen Mohren, der auf die leere Bühne trippelt und das verlorene Taschentuch holt - ein auch von der Musik her köstlich-neckischer Schluss.
Axel Kober Musikalische Leitung
Otto Schenk Inszenierung

Rosenkavalier

Matthias Jung



Termine

23. Juni 2018